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Bild - 10.09.1996 (von Katja Colmenares)

Zum Sterben an den Gartenzaun gehängt

Sie konnten nicht einmal mehr wimmern. So schwach waren sie schon: fünf winzige Hündchen – keine zwei Wochen auf der Welt! Brutal wurden die Welpen in eine Plastiktüte gestopft, an einem Gartenzaun gehängt  zum Sterben. Das Drama um die süßen Hundebabies – eine unfaßbare Geschichte.

Falkensee, bei Spandau, vor einer Woche. Anja Stiller (33) sieht eine Tüte am Zaun, guckt rein – und beinah bleibt ihr das Herz stehen: „Wuschelige Welpen! So klein, ich konnte sie alle in meinen Händen halten.“ Ein paar Stunden später, und die Hundebabies wären elendig verhungert. Anja stellte sofort eine Notplan auf. Drei Hunde wohnen jetzt bei ihr in Lankwitz: „Moritz“, „Lilli“ und „Nina“. Die beiden anderen („Kid“ und „Butch“) peppelt Freundin Marina Bittger (34)in Reinickendorf auf. Schwerstarbeit! Denn die Welpen müssen noch mit der Flasche gefüttert werden – alle zwei Stunden!

Noch weiß niemand, zu welcher Rasse die Welpen gehören. Anja: „Aber groß werden sie. Wie Labradore.“

Gestern haben sie zum ersten Mal die Augen geöffnet: Himmelblau. Laufen? Klappt noch nicht, sie robben durch die Umzugskiste. Ausgelegt mit einem selbstgestrickten Wollpulli von Oma.  

Kann’s so auf Dauer bleiben? Leider nicht!

Die beiden Hundemuttis brauchen Hilfe, suchen liebe Berliner, die ihre Findlinge adoptieren – in sechs Wochen. Bitte melden beim „SOS-Hundehilfe e.V.“, Tel: 451 99 427