SOS Hunde-Hilfe e.V.  SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.

                                            

„Der Hund“ – 1991 (von Bodo Hause)

 

SOS – Hunde in Not

 200 Vierbeiner fanden ein neues Heim

Wer kennt nicht die Situationen, wo es einem das Herz zusammenzieht, das Blut in Wallung kommt und man kurz vor einem Wutausbruch steht.

Da leben oder besser gesagt vegetieren Hunde unter kaum zu beschreibenden Haltungsbedingungen. Oder sie werden getreten, geschlagen, müssen für etwas herhalten, wofür die armen Vierbeiner nichts können.

Oft stellen Besitzer zu spät fest, daß der Kauf des kleinen Welpen ein Fehler war, daß alles, was mit dem Hund zu tun hatte, falsch eingeschätzt wurde. Aussetzen ist dann die fatalste „Lösung“.

Aber auch Tierfreunde, die ihren Hund lieben und sich eigentlich nicht von ihm trennen wollen, können in Situationen kommen wo sie Hilfe und Unterstützung für ihre Lieblinge brauchen.

Anfang 1989 entschlossen sich u.a. auch aus diesen Gründen ein paar richtige Berliner Hundenarren, aus der Lebensbahn geworfenen Hunden zielgerichtet zu helfen. Die Mitglieder der „SOS Hunde-Hilfe e.V.“ in Berlin kümmern sich speziell um in Not geratene Hunde. Kein Hundeschicksal läßt die derzeit 72 Mitglieder des gemeinnützigen Vereins kalt. In den letzten 13 Monaten konnten schon 68 Hunde in ein neues Zuhause vermittelt werden.

Auf unterschiedlichen, oft abenteuerlichen Wegen kommen die Tiere in die Obhut des SOS Hunde-Hilfe e.V: “Das wesentliche Ziel des Vereins ist, neben der Vermittlung der Hunde an neue Besitzer, die Suche nach geeigneten Pflegeeltern für den vorübergehenden Aufenthalt der Tiere bis zur Abgabe in das neue Zuhause“.

Einmal im „SOS-Nothafen“ angekommen, werden die Hunde tierärztlich betreut, geimpft, tätowiert, sind haftpflichtversichert, und es wird dann versucht, sie gegen eine Schutzgebühr, Personalausweisvorlage und Besuchsrecht zu vermitteln. Die vorübergehende Unterbringung der Tiere in derzeit 14 Pflegestellen hat sich als vorteilhaft erwiesen, können so doch durch erfahrene Pflegeeltern die individuellen Eigenarten eines jeden Hundes erkannt und entsprechende Informationen den Interessenten gegeben werden.

Die Hunde dürfen von den neuen Besitzern nicht weitergegeben werden, diese sind verpflichtet, wenn sie ihren Hund nicht mehr behalten können, ihn an die „SOS Hunde-Hilfe e.V.“ zurückzugeben. Die Vermittlung erfolgt über Anzeigen in Zeitungen (z.B. „Zweite Hand“), durch die fleißige Arbeit aller Vereinsmitglieder, durch Informatinsbroschüren, und oft hilft auch der Zufall.

Wer kennt „Rex“? Der Hund wird seit de 6.11.1990 von dem „SOS Hunde-Hilfe e.V.“ gesucht. Hoffentlich ist er kein Opfer von Tierversuchen (Tät.Nr. rechte Ohr: B 026, linkes Ohr KKW 9).

„Jessika“ , 4 Monate alt. Ihr stark angetrunkener Besitzer schlug und trat das unschuldige Wesen auf offener Straße. Ein tierliebes Mädchen schritt mutig ein, mit dem Ergebnis, daß sie auf einmal Hund und Leine in der Hand hielt. Zu Hause war der und nicht gern gesehen, so wurde kurzerhand der „SOS Hunde-Hilfe e.V.“ verständigt.

„Cora“, 8 Jahre alt, war das Frauchen gestorben. Auch sie konnte vermittelt werden.

SOS-Chefin Ilona Zajc mit dem „Problemkind Ivola“. Mit 7 Monaten schon 7 verschiedene Besitzer, kannte sie Hunger, aber nicht was Liebe ist. Immer wurde ihr ihre Eigenart, das Alleinsein nicht zu ertragen, zum Verhängnis. „SOS Hunde-Hilfe e.V.“ war die Rettung.

„Bingo“. Kaum zu glauben, sein Geburtsort war eine Kneipe. Nur ein Anruf beim „SOS Hunde-Hilfe e.V.“, daß hier eine Hündin wirft, rettete ihm das Leben.

Wohin, fragten sich zwei süße Hunde, als Herrchen gestorben war. Auch sie konnten vermittelt werden.

Ehescheidung hieß das Problem von „Stella“, und auch Herrchen mußte sich schweren Herzens von ihr trennen, da im neuen Lebensrhythmus keine Zeit mehr für Hunde war.