SOS Hunde-Hilfe e.V.  SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.


 

30.01.05

 

Hallo Ihr Lieben,
 
schöne Grüße von Joe, der sich wie verrückt über (seinen vielleicht letzten ???) Schnee gefreut hat.
 
Susi und Seppl fanden es auf der Couch gemütlicher...
 
 
Tanja, Joe und Susi

Parchim

Sonntag, 16.01.2005

 

Heute war es soweit: Kerstin und ich machten uns um 8:30 Uhr auf den Weg nach Parchim. Im Gepäck: über 20 Kilo Futter, Näpfe, Halsbänder, Geschirre, Leinen, Leckerchen, Spielzeug und div. Zubehör.

 

Planmäßig kamen wir pünktlich um 11.00 Uhr in einer Hundepension Nähe Parchim an – die die Hunde dort im Auftrag der Stadt seit September 2004 betreuten – um zwei Hunde abzuholen.

 

Vor Ort waren bereits zwei andere Tierschutzorganisationen die ebenfalls die geplante überregionale Tierrettung unterstützten und sich bereit erklärten, die Hunde vor der Zwangsversteigerung zu bewahren und in Pflege zu nehmen.

 

Bis zu unserer Ankunft wussten wir noch nicht viel über die Hunde. Wir wussten lediglich, dass die Tiere völlig auf sich gestellt und demzufolge sehr menschscheu waren, bisher in einem Haus ohne Kontakt, Auslauf, Pflege und Fürsorge im Rudel gelebt haben und sie auf Menschen ängstlich-panisch und aggressiv reagierten.

 

Uns wurden süße, kleine aber völlig verwahrloste Hunde übergeben,  die bei unserer Ankunft tief und fest schliefen, da sie zuvor - um den Transport so stressfrei zu gestalten – narkotisiert wurden.

 

Nachdem die Formalitäten mit der Stadt Parchim geklärt waren, machten wir uns auf den Weg zurück nach Berlin, um unsere Schützlinge in die jeweiligen Pflegestellen nach Marzahn zu bringen.

 

Wir hatten zwei Rüden bei: einen 2 bis 5-jährigen Tibbetterrier-Mix den wir - da er so verfilzt und zottelig war -  Fussel nannten und einen 6-Monate alten Junghund, der Joschy getauft wurde.

 


Joshy ganz benommen


Unsere Pflegestellen waren bei unserer Ankunft doch recht aufgeregt, denn sie mussten bei den „Wildhunden“ doch vorerst leider mit dem Schlimmsten rechnen. Vor Ort trafen wir uns mit Katja, die den Hunden half sich mittels einer für sie zusammengestellten Bachblütenmischung an die neue Umgebung zu gewöhnen. Vielen Dank an dieser Stelle an Katja!


Fussel vor dem Transport

Fussel wurde von uns als erstes in seine Pflegestelle gebracht. Er war noch müde, kam aber schon aus seiner Box heraus und legte sich vor der Box wieder hin.

 

Joschy beäugte neugierig – nachdem er bei seiner Pflegemama ankam - vorerst von der hinteren Ecke der Box und später schon mutig an der Boxtür sitzend sein neues Zuhause.

Nach ausführlichen Gesprächen mit unseren Pflegestellen – denen Dank und Respekt gebührt – war unsere Aktion „Parchim“ für uns gegen 18.00 Uhr beendet.

 

Wir hoffen, dass sich Fussel und Joschy sozialisieren, gut einleben und sie Vertrauen zu Menschen aufbauen können.

Die alte Besitzerin weigert sich bisher, das Eigentum an den Hunden aufzugeben. Wir hoffen, dass die Verhältnisse so schnell wie möglich geklärt werden können und die Tiere dann in ein endgültiges besseres Zuhause vermittelt werden können. 

 

Wenigstens konnte die Versteigerung der Hunde durch ihre Aufnahme in diverse Tierschutzvereine  abgewendet werden.

 

Ein Danke an die Stadt Parchim, die hier sehr flexibel reagiert hat.

 

Steffi