SOS Hunde-Hilfe e.V.  SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.


 


23.11.03
                     Liebe Leute von der SOS-Hunde-Hilfe!

Ich finde es wirklich schön, dass es den kleinen Spaniern, die ich im Oktober aus Madrid mitgebracht habe, so gut geht. Ganz besonders freue ich mich darüber, dass die kleine ängstliche Vicky bereits ein festes Zuhause gefunden hat!!!

Wir waren ja zu dritt in Spanien und hatten bereits von Berlin aus für den Rückflug drei Plätze für große Hunde im Frachtraum mitgebucht. Einer davon sollte für meinen neuen Pflegehund sein, den ich mir vor Ort selber aussuchen wollte. Es sollte ein Galgo sein, weil ich an diese Hunde mein Herz verloren habe ;-)

Nun kommt es oft anders als man denkt. Es kam ein Hilferuf aus Berlin, ob ich nicht eine 3 Monate alte Galga mitbringen könnte, die von ihrem Besitzer lebendig angezündet wurde. Selbstverständlich habe ich zugestimmt. Wer weis, ob die Kleine die etwa 20 stündige Fahrt mit der nächsten Tour per LKW überlebt hätte.

Einen Tag vor unserer Heimreise fuhren wir noch nach La Mancha, etwa 200 km von Madrid entfernt, um einen Hund abzuholen, der auch bereits Pflegeeltern in Berlin gefunden hatte.

Und dort sah ich SIE!!! Eine magere gestromte, noch namenlose Galga. Als ich zu ihrem Zwinger kam, humpelte sie auf mich zu und sprang am Gitter hoch. Ich streichelte sie und redete ihr gut zu. Sie war so zutraulich und wäre mir am liebsten in die Hosentasche gekrochen. Was für ein zartes Geschöpf! Im Handumdrehen hat sie mein Herz erobert! Ich versprach ihr, sie dort rauszuholen egal, wie.

Ich machte mir große Sorgen um die Kleine (ich gab ihr den Namen Laura), da es jetzt in Spanien nachts auch schon sehr kalt ist und die Galgos keine Kälte vertragen. Aufgrund ihrer zierlichen Statur und des fehlenden Unterfetts sind sie bei Kälte sehr anfällig. Außerdem sind seit meiner Abfahrt aus Madrid am 14.10. bereits 4 Hunde in diesem Tierheim gestorben!

Kurz entschlossen rief ich in Spanien an, ob es möglich wäre, mir Laura am Sonntag, dem 23.11. nach Madrid zum Flughafen zu bringen. Als ich das Okay bekam, buchte ich einen Flug morgens nach Madrid und abends zurück nach Berlin. Einige Leute mögen denken, ich sei verrückt, aber ich hätte es mir nicht verziehen, wenn Laura dort auch gestorben wäre!

Zwei Mitarbeiter des Tierheims nahmen mich in Empfang. Wir gingen zum Auto, wo Laura zusammengerollt schlief. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe, sie zu sehen! Ihre Rute war zwar zwischen die Beine geklemmt, was sie aber nicht davon abhielt, die von mir mitgebrachten Wiener Würstchen genussvoll zu verspeisen ;-)

Da wir noch 5 Stunden Zeit hatten, bis Laura und ich die Heimreise antreten konnten, gingen wir erst mit ihr spazieren und verbrachten die restliche Zeit mit Essen, Trinken und Reden.

Dann kam Laura in die Box, in der sie sich gleich hinlegte und ganz ruhig abwartete, was wohl jetzt passieren würde. Was für ein liebes Mädchen !!

Dann checkten wir ein und verabschiedeten uns. Bevor ich das Flugzeug (als letzte) betrat, fragte ich eine Flugbegleiterin, ob denn mein Hund auch an Bord sei. Sie erkundigte sich und bestätigte mir, dass Laura im Frachtraum sei. Frieren würde sie nicht, da der Teil im Flugzeug, in dem Tiere transportiert werden, beheizt sei. Sehr schön - dann konnte es ja losgehen!

Als ich in Palma das Flugzeug wechselte, erkundigte ich mich wieder, ob Laura richtig verladen sei. Alles okay!

Zum Essen bestellte ich mir einen Picolo und stieß mit mir an, dass ich meine ziemlich ausgeprägte Flugangst überwinden konnte, um meiner Laura ein neues Leben zu ermöglichen.

In Berlin Tegel erwarteten uns dann Thorsten, mein Mann, meine Schwester und Astrid, eine Freundin.

Als wir dann endlich gegen Mitternacht zu Hause ankamen, war mein Hund Onyx, den ich vor fast 11 Jahren von der SOS-Hundehilfe übernommen habe, höchst entzückt, Laura kennen zu lernen. Wir gingen noch kurz gassi, Laura fraß ihren Napf leer bis auf den letzten Krümel und als ich ihr ihre Decke zeigte, rollte sie sich zusammen und schlief friedlich ein.
Nun ist sie schon seit 3 Tagen bei mir. Laura ist eine ganz liebe, anhängliche, ruhige, unkomplizierte und trotz ihrer deformierten Vorderpfote natürlich wunderschöne Hündin!

Dass ich sie nie wieder hergeben werde, brauche ich wohl nicht zu erwähnen ;-))))

Liebe Grüsse
Astrid Volodihin mit Laura


06.11.03

Unser heutiges Treffen war sehr gut besetzt. Eine neue Pflegestelle konnten wir ebenfalls begrüßen.


03.11.03

Der Mega-Wandertag!!!!!

Unser letzter Wandertag war ja schon der Hit aus einer Fülle von Hunden und Menschen, aber diesmal kam es noch besser!
Nachdem der RBB den Bericht über unseren letzten Wandertag ausgestrahlt hatte, standen unsere Telefone nicht mehr still. Ich weiß nicht, wie viele Anmeldungen wir letztendlich entgegen nahmen, aber es war eine so unüberschaubare Zahl, dass wir die Interessierten der letzten Tage gebeten haben, erst zu unserem Wandertag im Dezember zu kommen.

Wir waren schon ziemlich gespannt und aufgeregt, wie viele Teilnehmer es letztendlich werden und hatten auch ein bisschen Angst, dass das absolute Chaos ausbrechen würde. Es hatten sich nämlich auch ein paar Leute mit schwierigen Hunden angemeldet. Deshalb baten wir Andrea und Sonja, deren Hilfe wir oft für die Erziehung unserer Pflegehunde in Anspruch nehmen, um Unterstützung. Beide kamen und Andrea brachte auch noch Uwe, einen professionellen Hundetrainer, mit. Vielen Dank an euch Drei an dieser Stelle.

Der Wandertag fand diesmal in Spandau am Hahneberg statt und natürlich wusste ich nicht, dass auf der Heerstraße eine lange Baustelle war und sich der Verkehr stauen würde. Auch das noch!

Bestimmt würden so an die 50 Leute mit ihren Hunde da sein, dachte ich....   :-)

Aber - weit gefehlt!!! Eine Schätzung von 100 Menschen und 70 Hunden ist sicherlich nicht übertrieben. Alle zu zählen, war einfach unmöglich!

Mir war richtig schlecht und ich war froh, dass wir die Hundetrainer dabei hatten.

 

Doch wer hätte das gedacht!!! So furchtbar viele Menschen und viele viele fremde Hunde und alles lief wunderbar und vorbildlich - und traumhaft war dieses Mal nicht nur das Wetter!

Hier sehen Sie den größten und den kleinsten Hund der Veranstaltung:

Und auch ein "Flughund" durfte nicht fehlen! ...

Der erste Teil der Gruppe lief vorneweg, der zweite Teil folgte etwas langsamer, irgendwann schlossen wieder alle zueinander auf. Es gab unter den Hunden keinen Zank und Streit, nur fröhliches Rennen und Spielen.... ein Mega-Wandertag eben...

und... die Karawane zieht weiter... an den nächsten Sonntagen ...

auf den Wandertagen der SOS Hunde-Hilfe e.V. und Zwerge in Not e.V. (Termine hier).

Ilona Zajc