SOS Hunde-Hilfe e.V.  SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.    SOS Hunde-Hilfe e.V.


 

23.02.03

Hallo, schon wieder ist fast eine Woche rum und ich habe noch gar nicht geantwortet.

Das freut mich aber, dass die Kleine Tonia doch recht schnell ein Zuhause gefunden hat.

Dass Sie einen Teil meiner letzten E-Mail genommen haben, hatte ich schon gesehen, ich war zufällig mal wieder auf der HP der SOS Hunde-Hilfe und klicke so die Seiten an und lese und wundere mich plötzlich, wieso mir die Zeilen so bekannt vorkamen, bis ich dann merkte, dass es ja meine eigenen waren.

Übrigens ist an der Schranktür, wo Timmy sich den Kuchen stibitzte, jetzt ein Haken dran, nützt aber auch nicht viel.

Wir sind gerade dabei, für Candy und Timmy eine eigene HP zu erstellen, dürfen wir das Foto, welches auf der HP der SOS- Hundehilfe war und vor seiner letzten Vermittlung gemacht wurde, verwenden?

Eine Frage hab ich noch, wissen sie wann Timmy kastriert wurde? War er es schon als er abgegeben wurde oder erst durch den Verein? Er scheint nämlich zu wissen, wie man aufreiten muss bei einer läufigen Hündin. Und da Candy immer noch nicht läufig ist, male ich mir gerade aus, was dann hier los sein könnte.

So, ich werde jetzt mal noch ein paar Fotos raussuchen, sind aber nicht brandneu, ich glaube von Ende Dezember.

Liebe Grüsse von Fam. Weber und dem Chaotenteam

Übrigens das bin ich beim Beagletreffen...


19.02.03

Gruß von Monika, Lissy und Ojivo
mit einem Helau nach Berlin


08.02.03

Liebe Fr. Alm,

Ich habe auf der Seite der SOS Hunde-Hilfe das Foto von Candy (seine neue Beagle-Schwester) und Timmy mit Text gefunden.

Timmys Problem besteht eigentlich nur darin, dass er wahrscheinlich bislang keine Erziehung genossen hat. Und dafür kann er ja nichts!

Natürlich kann es mit ihm etwas entnervend sein, wenn er uns die Wurst vom Frühstückstisch klaut.

Vor ein paar Tagen, nach einem 2-stündigen Spaziergang, war ich kurz im Bad und freute mich schon auf eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen, als ich es in der Küche scheppern hörte.

Ich gehe gucken und muss sehen, dass Timmy den Schrank geöffnet und den Kuchenteller herausgezogen hatte. Der Kuchen war verputzt, bevor ich in die Küche kam.

Ich wundere mich dann, wie er trotzdem schon so abgenommen hat (4 kg!).

Alle, die ihn nur ab und zu mal sehen, finden, dass er langsam Figur bekommt und die Tierärztin

sagt, er sieht wieder wie ein Beagle aus.

Also dann, bis bald von Timmy's glücklichen Besitzern!

 


02.02.03

Action und Abenteuer gab es diesmal mit unserer kleinen, aber feinen Hundemeute.

Ein Wiedersehen gab es zwischen den Geschwistern Julchen und Gordon, deren neue Besitzer sich viel zu erzählen hatten.

Manchen Spott musste ich (Karin) wegen der Unkenntnis des Weges ertragen, aber es wurden doch 1,5 Stunden fröhlichen Wanderns draus.


Wir trafen auf 2 Polizeireiter, die besonders freundlich zu unseren Hunden waren. Für die Hunde war es teils eine Begegnung der dritten Art (ups, ist der Hund aber groß) oder eine Gelegenheit großen Mut zu beweisen. Auch auf unsere Gesichter zauberte der Anblick schöner Pferde ein Lächeln.
 

Auf dem Weg am Zaun des Flughafens entlang hielt es uns nicht lange, weil uns der Wind eiskalt um die Ohren pfiff. Zum Abschluss der Wanderung wurde noch einmal die Gelegenheit zum Mutbeweisen genutzt und einige Hunde stürzten sich todesmutig in einen hohlen Baum, um am anderen Ende von ihren freudestrahlenden Besitzern in Empfang genommen und ausgiebig gelobt zu werden.

Das Wetter war richtig gut, knackig kalt aber kein Schnee oder Regen. Wir hatten also eine Menge Spaß.

   Gruß Karin


01.02.03

Harlem – ein Drama mit Happy End!

Es ist der 30.12.02 und 22 Uhr, die telefonischen Anfragen in Sachen SOS wollen wir nun nicht mehr annehmen. Feierabend!!! Da klingelt es doch noch einmal. Sollen wir ran gehen? Na ja, könnte ja ein Notfall sein. Also schraubt sich meine Frau wieder hoch vom Sofa und geht ans Telefon. Am anderen Ende offenkundig Aufregung, Tränen und Verzweiflung! Ich sehe es schon am Gesichtsausdruck meiner Frau und wenig später wird mir schon durch Gestik signalisiert, dass der Rest des Abends anders verlaufen wird als eben noch geglaubt.

Was ist passiert? Harlem, den wir kurz zuvor in die Pflegestelle zu Familie K. gegeben hatten, ist beim abendlichen Gassi gehen von zwei Staffordshire - Terriern angefallen worden. Einer von ihnen hatte sich so in ihm festgebissen, dass er erst durch die herbeigerufene Spezialeinheit der Berliner Polizei von ihm getrennt werden konnte. Blutüberströmt liegt Harlem nun auf dem Operationstisch der Dienst habenden Nottierärztin.

Wir also rein ins Auto – die Strassen waren spiegelblank von Eisglätte – und hin zum Notarzt. Was wir dort vorfinden, ist kaum zu beschreiben. Harlem, immer noch stark blutend und unter so starkem Schock, dass ihn jede Narkose, die für die unerlässliche Operation nötig ist, sofort umbringen würde. Die Pflegemama mit den Nerven am Ende, die Ärztin, ihre Helferin und natürlich auch wir ratlos, hilflos und verzweifelt. Was können wir tun? Sollen wir zusehen, wie Harlem verblutet?

Schließlich ruft die Notärztin einen zweiten Arzt zu Hilfe und wir entscheiden gemeinsam – es ist zwischenzeitlich schon nach 23 Uhr – die Operation und die damit verbundene Narkose nun zu wagen. Fast zwei Stunden dauert es, die zerfetzte Arterie und die Fleischwunden am rechten Hinterlauf zu schließen. Ob der geschädigte Nerv wieder richtig verheilen wird, ist genauso fraglich wie das Überleben von Harlem.

Die Pflegestelle ist noch zu unerfahren, um mit der Pflege eines so lebensbedrohlich verletzten Hundes fertig zu werden. Also nehmen wir ihn mit zu uns nach Hause. Es ist weit nach Mitternacht, als wir ein notdürftiges Nachtlager für meine Frau neben dem Hundekörbchen des mit dem Tode ringenden Harlem herrichten.

Als ich ins Bett gehe denke ich, das kann nicht gut gehen. So flach wie der atmet und so kalt wie er aufgrund des hohen Blutverlustes ist, wird er wohl den Sonnenaufgang nicht mehr erleben.

An den folgenden Tagen bekommen wir Besuch von der BZ, die an drei Tagen von diesem tragischen Ereignis berichtet (siehe auch „Presse“) und unsere zunächst täglichen, später dann halbwöchentlichen Nachsorgebesuche beim Tierarzt mit in die Berichterstattung einbeziehen.

Ich weiß nicht, wo Harlem die Überlebenskraft hernimmt (man hatte ihm schon früher nach einer Misshandlung die zerfetzte Milz entfernen müssen), aber nach kaum vier Wochen tollt er trotz noch lahmenden Hinterlaufs schon wieder so durch die Gegend, dass er in sein endgültiges neues Zuhause umziehen kann.

Die große Anteilnahme insbesondere der BZ-Leser (BZ-Artikel) und deren große Spendenbereitschaft, die uns mit großer Dankbarkeit erfüllt, wird uns auch in Zukunft ermutigen, noch „spät abends“ ans Telefon zu gehen.

Die Tatsache dagegen, dass sich der Halter der Hunde, die unseren Harlem so zugerichtet haben, nicht ein einziges mal nach dem Wohlergehen von Harlem erkundigt hat, macht uns nur wütend. Ob er wenigstens für die auf mehr als 700 € aufgelaufenen Kosten gerade stehen wird, wird die Zukunft zeigen.
                                                                                              Thomas Kumbier

Ein TSV aus den Niederlanden hat Harlem an der Grenze übernommen und ihn in sein neues Zuhause gebracht. Lest hier was passierte:                              Hier kommt Post von o.g. TSV:

haai, harlem ist super empfangen wurden, so was hab ich noch nie erlebt: draussen waren Poster hingeklebt mit : herzlich willkommen zuhause Harlem. Drinnen stand einen riesigen Marzipankuchen mit chocolade geschrieben "Herlichen Willkommen Harlem" , das Wohnzimmer war ganz  verziert, er bekam eine RIEEESSSSENNNNN schüssel mit Leckerchen, wir bekamen Suppe... sein Hundefreund Humpy war auch seeehr lieb und Harlem fühlte sich gleich Zuhause.

Wirklich Petra, eine bessere Familie gibt's nicht für ihn!!! Muss noch einen Brief übersetzen was Hetty und Willem geschrieben haben:

Liebe Petra,

Erstmals wollen wir Dir ganz herzlich danken dass Du Harlem an uns zuvertraut hast. Wir sind uns sehr bewusst dass es für Dich sehr schwierig gewesen ist, aber wir versprechen dass Harlem eine schöne Zukunft entgegen sehen kann.

Wir haben schon einen Termin beim Tierarzt am Montag, wir wollen Harlem an ihn vorstellen und schon registrieren lassen.
Wir werden den Tierarzt auch die ganze Geschichte von ihm erzählen und was er alles erlebt hat, er kann ihn dann auch gleich untersuchen und besprechen ob er eventuell noch eine Therapie benötigt.
Liebe Petra, vertraue darauf dass Harlem eine tolle Zukunft bekommt. Vielen Dank für alles was Du für ihn getan hast,
viele liebe Grüsse,

Willem, Hetty, Humpy und Harlem