|
Bei meinem morgendlichen Spaziergang um 3.30 Uhr wartete ich an der Ecke auf meinen Hund Pero. Er kam jedoch nicht sofort, stand stattdessen mit dem Schwanz wedelnd vor einem Gartenzaun und bewegte sich nicht weg – auch kein Rufen half. Als ich ihn anleinte, bemerkte ich den Beutel hinter dem Gartenzaun. Aus diesem Beutel heraus schaute ein Katzenkopf, dessen Augen uns unglaublich starr ansahen (durch die herrschende Dunkelheit konnte man nicht mehr erkennen – man konnte nur erahnen, dass der Beutel hinter dem Kopf zugeschnürt war!). Ich weckte den Gartenbesitzers und wir befreiten das arme Geschöpf sogleich aus seiner Notlage. Das nicht einmal ein ½ Jahr alte Katzenkind war bildschön und ließ sich auch sogleich streicheln. Auch Katzenspielzeug hatte man daneben gefunden. So kam das Kätzchen über die SOS Hunde-Hilfe in ein neues Zuhause. Übrigens ergaben die tierärztlichen Untersuchungen, dass der Besitzer versucht haben muss, sie zu ertränken, da Wasser in der Lunge war. Mauzen wird sie auch nicht können, da der Kehlkopf verletzt wurde. Wahrscheinlich hatte man dann versucht, sie zu erdrosseln. Als beides nicht klappte, bei herrschenden minus 12 Grad, wurde sie über den Gartenzaun geworfen. Welche „Katzenliebe“ den Besitzer dazu bewogen hatte, das Spielzeug nicht zu vergessen, bleibt unergründlich. Familie Anlauf |