Zu Frauchens
Leidwesen gehen dort immer noch 2-4 andere Hunde spazieren und so muss ich
meistens wieder an die Leine (dabei bin ich fast immer nett zu den anderen
und folge auch fast gleich, wenn sie mich zurückruft). So gehen wir halt
nur einmal um den Block. Zuhause bekomme ich dann gleich eine Hundezigarette, denn Frauchen will jetzt frühstücken. Doch ich will eigentlich viel lieber schmusen. Dann liest sie auch noch die Zeitung oder stickt ein wenig, da kann ich prima auf den Schoß springen. Bei Frauchen geht dann nichts mehr und sie muss mich einfach lieb haben. Ich drücke mich ganz fest an ihren Bauch und dann muss sie mich streicheln, aah schööön! Dann soll
ich schon wieder runter, denn um 10.00 Uhr gehen wir dann richtig eine
Stunde im Wald oder am See spazieren.
Vor Ostern
hat sie immer große Zweige gepflückt, aber sie einfach nicht für mich
geworfen. Da habe ich ihr aber gezeigt, dass ich auch springen kann, bis
ich das Stöckchen habe! Wenn ich es dann erst mal hatte, bin ich schnell
abseits ins Gras geflitzt, um das Grüne abzukauen und das Stöckchen auf
die richtige Länge zu beißen, damit ich es besser tragen kann. Ich rieche
immer noch so gut nach Fisch, haaaa ! Jetzt hat sie einen neuen Stock und
schmeißt ihn ganz weit in den See, damit ich ordentlich bade. Brrrr...ist
das nass! Dann sause
ich noch ein bisschen durch den Sand zum Panieren. Manchmal
fahren wir auch mit der Straßenbahn in den Wald und laufen dann zurück.
Da kann ich mich herrlich im Laub wälzen. Frauchen findet nämlich, dass
im Wald nicht so viele Mücken sind wie am See (aber dafür sind dort
Zecken, die Frauchen mir dann immer rausreißt und mit der Zecke gleich
ein ganzes Büschel Haare). Zuhause gibt
es dann Mittagessen und es riecht sooo lecker, aber ich soll die ollen
trocknen Klünker fressen und die mag ich gar nicht! Am 2. Tag tut
Frauchen dann wenigstens Soße über meine Klünker, damit ich sie
runterkriege (Gott sei Dank gibt es ab und zu ein paar rohe Möhren oder
Mandeln, die mag ich richtig gerne).
Nach dem
Mittagessen legt sie sich auf die Couch und tut so als ob sie schläft. Da
springe ich dann einfach auf Frauchens Bauch herum, lege die Vorderpfoten
um ihren Hals, bis sie mit mir schmust. Nach der TV-Sendung, wo immer eine
rothaarige Frau mit einem Holzhammer auf den Tisch haut, gehen wir noch
mal um den Block, doch meistens hat Frauchen keine rechte Lust und so
setzt sie sich wieder vor den Fernseher. Einmal ist sie auch für 5
Stunden ins Theater gegangen und hat mich alleine Zuhause gelassen! Ich
war aber trotzdem lieb! Ich versuche
immer wieder Frauchen abzulenken, in dem ich knurre und stubse oder meinen
halben Socken rumwerfe. Aber Frauchen krault mich immer nur ein bisschen. Um 22 Uhr
gehen wir dann endlich ins Bett, d.h. ich soll “Platz“ machen auf
einer Decke, die scheußlich nach einem anderen Hund stinkt! Und das
schlimmste ist: Frauchen will einfach nicht kapieren, dass ich auch im
Bett schlafen will! Mindestens 5 mal pro Nacht scheucht sie mich aus dem
Bett, bis ich es leid bin und mich in irgendeine Ecke lege, denn schließlich
muss ich ja auch mal schlafen! Um 0.30 Uhr wird Frauchen meistens schon
wieder unruhig und guckt blöde Sachen im TV. Und um 6.30 Uhr geht ja
schon wieder das Radio an. Das ist für mich das Signal, wie ein Gummiball
aufzuspringen, weil Frauchen so tut, als würde sie noch schlafen. Ich hüpfe
solange auf ihr herum, bis sie mit mir schmust. Dann lege ich ganz still
meinen Kopf auf ihren Arm und lasse mich kraulen. Frauchen schläft doch
tatsächlich wieder ein. Gott sie Dank ist es bald 8.30 Uhr und sie steht
auf und geht ins Bad. Das kann dauern im Bad!! Waschen oder duschen,
stundenlang Zähne putzen und anmalen, dabei muss ich doch sooo dringend
raus! Hoffentlich
fällt ihr nach dem Frühstück nicht wieder ein, dass ich gekämmt werden
muss. Das liebe ich nämlich gar nicht. Ich knurre und schnappe auch mal
dabei, aber das hindert sie nicht (den Friseur hat sie mir aber deswegen
erspart). Ihr seht
also: Alles in allem ist das ein feines Hundeleben hier, |