Vom
Rüpel zum folgsamen Hund
Ich
darf mich kurz vorstellen – mein Name ist Pero und ich bin ein
Colli-Schäferhund-Mix. Mit einem Jahr holten mich mein neues
Frauchen und Herrchen aus dem Tierheim. Über mich war nichts
bekannt außer das ich ein Jahr alt war und furchtbar ängstlich.
Mein altes Herrchen hatte mich in einer Nacht abgegeben, gesagt ich
sei krank und war dann verschwunden. Es folgte eine furchtbar lange
Zeit im Tierheim da mich wegen meiner Ängstlichkeit keiner wollte
– dann aber hatte
auch ich meine „Sternstunde“ und Frauchen und Herrchen erlösten
mich in dem sie mich zu sich nach Hause holten.
Es
folgte eine himmlische Zeit mit Urlauben an der See, Spaziergänge
und häusliche Spiele. Indem Herrchen hinter mir herrannte und
versuchte mich in mein Hinterteil zu kneifen. „Prima, dies mache
ich zukünftig auch mit meinen Artgenossen“ dachte ich mir und tat
es dann auch. Damit begannen die Probleme, denn es hatte stets Ärger
zur Folge und ich wußte nicht warum. Frauchen und Herrchen hatten
nur noch Ärger mit anderen Hundebesitzern und so mancher Geldschein
wechselte für Tierarztkosten der „Gegenseite“ seinen Besitzer.
Herrchen dachte an Maulkorb nachdem auch eine Kastration wenig
Erfolg hatte – ich wollte ja auch immer nur so spielen wie
Herrchen mit mir.
Frauchen
war ganz verzweifelt und besuchte mit mir eine Hundeschule – ich
wurde noch wilder – in der Hundeschule wurde ich „hart
rangenommen“ aber ohne Erfolg. In einer weiteren Hundeschule wurde
Frauchen gesagt, daß es mit mir keinen Zwecke habe – Maulkorb
sein angesagt. In ihrer Verzweifelung wandte sich Frauchen
telefonisch an die SOS Hunde-Hilfe e.V. . Hier wußte man Rat und
gab ihr Zuversicht in dem man ihr die Telefonnummer von einem
Mitglied Frau Bräuer-Gödecke
(Initiative für Hunde mit
Vergangenheit: 332 37 23 und Fax 351 040 99) gab.
Gesagt
getan – mein erster Schultag in der „Second-Hand“-Hundeschule
folgte. War das ätzend... Ich mußte lernen mit meinen
Artgenossen auszukommen und folgsam zu sein. Obwohl es viele
Leckereien zur Belohnung gab bin ich da hier gerne hingegangen, aber
Frauchen war unnachgiebig. Mindestens 15 x war ich dort – nie hat
es Spaß gemacht – dennoch, der Erfolg blieb aber nicht aus und
auch Frauchen hat seht viel gelernt im Umgang mit mir
und meinen Artgenossen.
Am
liebsten spiele ich noch immer mit Frauchen und Herrchen – aber
auch mit meinen Artgenossen tobe ich manchmal herum ohne zu kneifen.
Ich
bin froh, dass mein Rudel
so viel Geduld mit mir hatte und wir drei uns jetzt viel besser
verstehen. Daher ein ganz herzlicher Dank an meine Lehrerin und die
SOS Hunde-Hilfe.
|