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Letzte Weihnachtsvorbereitungen     von Kerstin Schurr

Weihnachtsvorbereitung:

 

Der letzte große Einkauf ist geplant.

Da kommt ein Anruf aus Pankow, daß ein Hund an der Tram immer hin und herläuft. Die Polizei und der Tierfang waren schon vor Ort, haben es aber mit ihren Fangversuchen nur geschafft, das Tier noch mehr einzuschüchtern und ihm zudem noch das Halsband mit Steuermarke abzureißen.

Ich lasse alles stehen und liegen, sage meine Verabredung ab und fahre nach Pankow zu der angegebenen Stelle.

Den Hund erkenne ich schon von weitem. Ein Colliemischling läuft aufgeregt suchend an den Straßenbahngleisen hin und her.

Ich also meine Hündin, als Köder, geschnappt, diverse Schlingen und Halsband mit Leine. Ich versuche ihn anzulocken, und er kommt auch und läßt sich füttern. Anfassen läßt er sich nicht. Also, guter Rat teuer!

Ich versuche ungefähr eine Stunde, ihn zu locken und rede auf den Hund ein, damit er etwas zutraulicher wird. Vergebens; wieder läuft er weg und über die viel befahrene Straße.

Ich fahre mit dem Auto hinterher, öffne die Tür, daß er vielleicht hineinspringt – ohne Erfolg! Rufe verschiedene Tierärzte an und frage um Rat. Ich muß wieder abfahren, nachdem ich ihn aus den Augen verliere.

Unterwegs erhalte ich über Funk einen Anruf der Famlie, die mir den Hund am Morgen gemeldet hatte: „Wir haben ihn – er ist unserer Tochter in die Wohnung gefolgt“. Ich besorge einen Fahrdienst, und der Hund kommt in die vorher avisierte Pflegestelle.

Gerade hat sich die Besitzerin gemeldet und ist überaus glücklich, ihren Hund wohlbehalten und gesund zurückzubekommen...

 
 

 

 

Morgen mache ich Weihnachtseinkäufe.......oder?