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An Benny, Tilo,
Olaf, Hans-Jürgen und all die anderen, die es schwer mit uns haben... Unberechenbare Gäste
von
Heinrich Böll „Ich habe nichts gegen
Tiere, im Gegenteil, ich mag sie, und ich liebe es, abends das Fell
unseres Hundes zu kraulen, während die Katze auf meinem Schoß sitzt. Es
macht mir Spaß, den Kindern zuzusehen, die in der Wohnzimmerecke die
Schildkröte füttern. Sogar das kleine Nilpferd, das wir in unserer
Badewanne halten, ist mir ans Herz gewachsen, und die Kaninchen, die in
unserer Wohnung frei herumlaufen, regen mich schon lange nicht mehr auf.
Außerdem bin ich es gewohnt, abends unerwarteten Besuch vorzufinden, eine
verletzte Taube oder einen herrenlosen Hund, dem meine Frau Unterkunft gewährt
hat. Denn meine Frau ist eine gute Frau, sie weist niemanden von der Tür,
weder Mensch noch Tier, und schon lange ist dem Abendgebet meiner Kinder
die Floskel angehängt : Herr, schicke uns Bettler und Tiere. So wird man
begreifen daß ich hin und wieder Anfälle leichter Ungeduld zeige, obwohl
ich im allgemeinen als ruhiger Mensch bekannt bin. Oft ertappe ich mich
dabei, daß ich neidisch die Kaninchen betrachte, die es sich unter dem
Tisch gemütlich gemacht haben und seelenruhig an Mohrrüben
herumknabbern, und der stupide Blick des Nilpferds, das in unserer
Badewanne die Schlammbildung beschleunigt, veranlaßt mich manchmal zu
einem tiefen Seufzer. Auch die Schildkröte, die stoisch an Salatblättern
herumfrißt, ahnt nicht im geringsten, welche Sorgen mein Herz bewegen:
die Sehnsucht nach einem frischen Kaffee, nach Brot und Eiern....“ Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einer schönen satirischen Geschichte, den wir zum Anlaß nehmen möchten, uns endlich einmal zu bedanken bei unseren Lebenspartnern, die durch unsere aktive Tierschutzarbeit in „Stoßzeiten“ doch oftmals zu kurz kommen. Manchmal sind wirklich
Tage dabei, wo der bloße Anblick frisch angerührten Hundefutters ihnen
das Wasser in den Mund treibt. Wir wissen das und versichern Euch an
dieser Stelle, daß wir dann selbst zwischen zwei Stühlen sitzen und
nicht wissen, wohin und was zuerst,
Wir bitten Euch
um ein bißchen Geduld mit uns und danken für
Eure Unterstützung und Eure
Toleranz. Und oft nehmen wir mit Freude wahr, daß Ihr manchmal auch die Augen offen haltet und schon mal der eine oder der andere Igel von Euch mit nachhause geschleppt wird. War nett von Dir, Tilo !!! |