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Zum Thema „Kampfhund“ -

Horrorvision oder Realität?

 Ein Bericht von Manuela Schnur, Neue Kantstr. 10 in 14057 Berlin

Eine Bullterrierhalterin klärt auf!

Wer muß es wissen? Wer kann ein Thema beurteilen? Muß man verschiedene Perspektiven sehen, um eine Sache beurteilen zu können?

Ich sage ja, man muß nicht nur reden, Meinungen, ob richtig oder falsch verbreiten, sondern man muß sich intensiv in ein Thema einarbeiten, um es beurteilen zu können!

Zwangsweise mußte ich das, und nun möchte ich Ihnen eine traurige Geschichte erzählen, die sich mitten in einem Land abspielt, das sich als Demokratie ausweist!

Auch wenn Sie jetzt noch der Meinung sind, jedem geschieht das, was ihm gebührt, lesen Sie bitte, wie es mir, der es nicht gebührt geschieht - dann werden Sie vieles verstehen, was Ihnen bis dato vorenthalten wurde.

Wie ich zu diesem Hund kam

Ich bin 40 Jahre alt, gehöre zu den harmlosen Menschen unserer Gesellschaft. Habe ein ordentliches Führungszeugnis, rauche nicht, bin keine Alkoholikerin und keine Drogensüchtige. Ich gehöre auch keiner Sekte an oder anderen Organisationen, denen man unseriöse Dinge vorwerfen könnte. So also lernte ich vor ca. 8 Jahren bei einer Bekannten einen dicken weißen Hund kennen, den man Bullterrier nennt. Ein komisches Tier sage ich Ihnen! Stürmisch, liebevoll, trampelig, ein Aussehen, bei dem allein ich schon lachen mußte. Ich bin schon immer ein Hundenarr gewesen, so daß ich Vergleiche mit meinen anderen Hunden anstellte, die in meiner Familie lebten. Schäferhund, Boxer, Schnauzermix und Welsh-Terrier. Doch dieser komische Hund hielt dem Vergleich nicht stand - nein, er übertraf alle Hunde bei weitem. Worin, fragen Sie? In seiner Komik und der aufgeschlossenen Art, mit der er auf Menschen zuging. Kurzum, dieser komische Hund gefiel mir sofort, und ich war mir sicher, solch einer wird mein nächster Begleiter.

Ich informierte mich über die Rasse beim VDH-Zuchtverein, las diverse Literatur (wobei man auf einige sensationsausgerichtete Bücher sehr gut verzichten kann) und lernte Bullterrier-Halter kennen, die mich ebenfalls informierten. Dann kam der Tag, an dem ich zu einer Züchterin kam, deren Hunde im Rudel bei ihr im Haus herumtobten und mich schier über den Haufen rannten. Muskelbepackte kleine Knubbels, die mich stürmisch begrüßten. Kurzum, ich holte meinen Purzel, der nicht nur von seiner Mutter, sondern auch von Hundetanten und -onkels betreut wurde, ab, nachdem er sein zartes Alter von acht Wochen erreicht hatte.

Nun ist er fast 7 Jahre alt, und ich bin noch immer sehr glücklich und zufrieden mit ihm. Ich brachte ihm mit viel Liebe alles bei, was man zu einem Leben in der Großstadt Berlin benötigt - vor allen Dingen eine gute Erziehung!

Er ist zu Mensch und allen Tieren freundlich, trägt meine Morgenzeitung und auch andere Dinge, und in meiner Nachbarschaft lieben ihn alle. Kinder spielen mit ihm Fresbee und Stockwerfen. Ältere Menschen aus unserem Haus sprechen mit ihm, und er besucht sie in ihrer Wohnung und erhält dann mal was Leckeres.

Doch lesen Sie, was mir passierte!

Medienhetze

Pünktlich zu der Zeit, als ich nun meinen „Willie“ als Welpen durch die Straßen führte, begann eine Medienhetze über „Kampfhunde“! Dabei wurden kämpfende Hunde meist aus Rußland gezeigt, die nicht nur irgendeiner Rasse angehörten, sondern per Fersehdokumentation sogar irgendwelche Hirtenhundarten und Mischungen verschiedenster Rassen auswiesen! Mit den Jahren überboten sich die Fernsehsender mit der Darstellung von an Brutalität nicht mehr zu überbietenden - also einschaltquotenausgerichteten - Horrorszenarien von Tierkämpfen. Hunde gegen Bären, Hunde gegen Katzen, Hunde gegen Hunde - Menschen aus dem übelsten Milieu oder Sadisten, die verletzten Tieren mit Heftklammern die aufgerissenen, zerfetzten Schädel „zutackerten“. Grauenvolle, bis zum Tod gehende Hundekämpfe wurden zelebriert, dem normalen Menschen vermittelnd, daß es Hunde gibt, die „Killermaschinen“ sind!

Niemand hat Mitleid mit den mißbrauchten Hunden

Nie, aber auch niemals hörte ich Stimmen des Mitleids mit den Hunden, ich hörte nur angewiderte Stimmen, die von „Tölen“, die „vergast“ werden müßten, sprachen. Ja, Sie lesen richtig, auf offener Straße in Berlin wurde mir angetragen, meinen Hund und mich gleich mit zu „vergasen“! Hier spätestens müßte ein Aufschrei erfolgen - aber es ist still, sehr still!

Wissen Sie, was hier geschah? Die Bürger dieses Landes waren durch diese Medienberichten nicht mehr in der Lage, ihren Ekel und ihre Angst, die sie solcher Brutalität gegenüber entwickelten, zu steuern. Das heißt, sehr viele Menschen differenzierten nicht mehr! Sie trennten die Medienwelt nicht mehr von der Realität!

Unkontrollierte Hundevermehrung und Hundehandel

Was aber geschah außerdem? Viele Jugendliche fanden so etwas spannend, ihre seelische Vereinsamung und pubertären Identitätskrisen wurden durch die Anschaffung eines Hundes kompensiert! Doch mußte es ein Hund sein, der „knallt“, wie mir einmal ein Bengel von 17 Jahren sagte. Entsprechend wurden diese Tiere dann drangsaliert, bis sie dem gewünschten Ideal entsprachen. In all den Jahren stiegen die unkontrollierten Vermehrungen von Mischungen, die man als „Pitbulls“ oder „Bandogs“ bezeichnete. Nachzulesen war und ist das in vielen Zeitungen und Zeitschriften, die über einen Tiermarkt verfügen. Niemand tat etwas gegen diesen Auswuchs, der mit durchdachter korrekter Hundezucht und mit artgerechter Hundehaltung so gut wie nichts zu tun hatte. In Küchen und Kellerräumen vermehrten drogensüchtige Jugendliche, Alkoholiker und auch die, die nur mal eine schnelle Mark machen wollten, die Hunde, die gerade im Trend lagen. Eine Art „Mythos“ entwickelte sich.

Die Amtstierärzte, die diese Entwicklung durch eine Verordnung, die Hundezuchten überwachte, stoppen wollten, konnten sich nicht durchsetzen. Stattdessen entwarf man im Senat für Gesundheit 1991/92 lieber eine Verordnung, die bestimmte Hunderassen und deren Mischungen reglementieren sollte. Übersetzt heißt das, man versuchte nicht, dem gesamten Problem unkontrollierter Hundevermehrung sowie fahrlässiger Hundehaltung allgemein zu begegnen, sondern man erfand eine „Pseudolösung“, die in erster Linie Menschen treffen würde, die ihre Hunde normal hielten. Der Grundstein für Diskriminierung und Vorverurteilung von Menschen wurde hiermit gelegt - aber nein, den legte man bereits in Bayern, denn in Berlin übernahm man „nur“ kritiklos diesen Rassenkatalog als Verordnungsentwurf.

Doch wie ging es für mich und meinen Hund weiter?

Ich, die einen Hund aus einer guten Zucht hatte, einen englischen Rassehund, der weltweit anerkannt und nach einem besonders menschenfreundlichen Standard gezüchtet wurde, wurde in den Topf geworfen mit all den abartigen Kriminellen und dem Auswuchs unserer Gesellschaft, die nicht mehr in der Lage ist, ihren Kindern Wärme und ethische Werte zu vermitteln. Wie viele von den Kindern sind als Schlüsselkinder aufgewachsen, haben eine Familie, die nur aus Streß, Zank und Streit besteht. Es gibt keinen Zusammenhalt, kein soziales Leben miteinander! Konsumdenken, Aggressivität in den Schulen, Jugendkriminalität, das sind alles Dinge, die unserer Gesellschaft doch schon lange zeigen, was sie falsch macht.

Furchtbare Verwechslungen

Doch nun wieder zu den Hunden: Ich hatte Pech mit meinem Hund, denn er wurde ständig mit irgendwelchen Pitbulls verwechselt, und dann wurden auch noch Darstellungen von Hundemißbrauch in den Medien gezeigt, in denen Hunde seiner Rasse involviert waren.

In den nächsten Wochen liefen wir „Spießruten“ auf den Straßen. Aber ich weiß, ich habe meinen Bullterrier - einen ganz normalen Hund, der über ein wunderbares Sozialverhalten verfügt und ich weiß außerdem, hier geschieht grauenvolles Unrecht!

Ich sehe ganz klar die Auswüchse unserer Gesellschaft, sehe, daß etwas gegen aggressive Menschen, die sich aggressiver Hunde bedienen, um ihre Mitmenschen zu drangsalieren, getan werden muß - aber bitteschön - dort, wo diese Auswüchse auftreten! Wenn unsere Polizei oder Amtstierärzte sofort nach jeder Anzeige durch betroffene Bürger entsprechend reagiert hätte/hätten und auch die Befolgung der Amtsanweisungen überwacht hätte/hätten, wäre es nicht zu solcher Ausweitung von skrupelloser und fahrlässiger Hundehaltung gekommen!

An dieser Stelle sei noch erwähnt, daß wir schon eine diesbezügliche Verordnung in Berlin haben, die das bereits möglich macht!

Niemand tut etwas gegen diese Mißstände

Doch immer wieder hörte ich von den Menschen, die sich für gequälte Tiere einsetzen: “Der Amtstierarzt ist informiert, aber es tut ja niemand etwas“. Ja, es ist wahr, es tut niemand etwas, man wartet erst so lange, bis es nicht mehr weiter geht.

Ich erkläre an dieser Stelle einmal ausdrücklich, daß die Menschen für ihre Hunde verantwortlich sind! Jeder, der einen Hund, insbesondere einen großen Hund hält, hat ihn ordnungsgemäß zu erziehen, so daß er niemand belästigt oder gar bedroht! Jeder Hund muß so gehalten werden, daß er sich aggressionsfrei mit oder ohne Leine anderen Hunden und 100%ig Menschen und Kindern gegenüber auf der Straße verhält! Wenn Sie jetzt ehrlich sind, wie viele Hundehalter können das von ihrem Tier sagen? Wie viele Hunde - egal welcher Rasse oder Mischung - stürzen sich ohne Vorwarnung auf ihre Artgenossen??? Wie viele Hundebesitzer stören sich gar nicht daran und lassen ihren „Liebling“ gewähren? Oder sie bekommen es gar nicht mit, da sie etliche Kilometer hinter ihrem Hund laufen? Sie alle wissen das!!! Hier gibt es keine besondere Hundekategorie, die prädestiniert ist für solches Verhalten!

Sie alle wissen, daß es nicht rasse- oder mischungsabhängig ist, wenn sich Hunde aggressiv oder besser gesagt hyperdominant oder gestört verhalten!!!

Der „Kampfhund“ - eine undifferenzierte Betrachtung

Heute sprechen alle von „Kampfhunden“. Ein Phantomhund, der den Sündenbock darstellt für unsere verlogene Gesellschaft!

Aber was ist ein Kampfhund denn nun eigentlich???

Ist ein Kampfhund denn ein Hund, der einer bestimmten Rasse entstammt? Gewiß nicht, das haben uns die Medien wohl dokumentiert.

Oder ist er ein Hund, der zum Kämpfen - gegen wen auch immer - dressiert wurde? Wenn man praktisch denkt, muß man dem zustimmen!

Mannscharf dressierte Hunde - auch „Kampfhunde“?

Dann wären alle Schutzhundsportliebhaber allerdings auch Hundekämpfer, oder etwa nicht? Hunde, die aber zum Schutz des Menschen bzw. dessen Eigentum ausgebildet werden, müssen Prüfungen ablegen, erhalten dann für den Grad ihrer Leistung eine vom Hundeverband verliehene Urkunde. Sie werden dann aber als Gebrauchshunde bezeichnet.

Doch die Hunde, die zum „Kampf“ gegen Lebewesen dressiert werden, erhalten in der Regel keine offizielle Urkunde dafür. Sie werden illegal ausgebildet. Die Methoden sind äußerst brutal, die Hunde werden grauenvoll gequält, bis sie genau das tun, was der Mensch von ihnen verlangt. Übersetzt heißt das - die Tiere werden in ihrem Normalverhalten von dem Menschen gestört - bis sie verhaltensgestört sind - d. h. über kein Sozialverhalten mehr verfügen!

Dann gibt es noch Hunde, denen von Menschen durch Selektion in der Zucht die „Reizschwelle“ herabgesetzt wird. Diese Tiere sind ebenfalls gestört und zu keinem normalen innerartlichen Sozialverhalten mehr fähig!

Diese Hunde kann man dann auch als „Kampfhunde“ bezeichnen, muß aber ebenfalls ganz klar herausstellen, daß es sich um Hunde mit asozialem Verhalten handelt, die auch aus jeder Rasse oder Mischung kommen können!

Aggressive Menschen „infizieren“ ihre Hunde

Auch im täglichen Straßengeschehen von Berlin gibt es eindeutig zu viele Hunde mit gesteigertem Aggressionsverhalten -aber es gibt noch mehr aggressive Menschen, die bereits bei Kleinigkeiten wie im Straßenverkehr „durchdrehen“. Ich sage, es gibt zu viele aggressive Menschen, die ihre Hunde „infizieren“. Das meine ich ernst, denn die Art und Weise eines Hundehalters bedingt das Verhalten seines Hundes!

Herdenschutzhunde

Doch zurück zum Begriff „Kampfhund“! Betrachten wir den geschichtlichen Aspekt: Es gibt Hunde, die in ihrer Vergangenheit für den Schutz von Tieren gezüchtet wurden. Damit diese Hunde die ihnen anvertrauten Tiere beschützen konnten, mußten sie mutig genug sein, um fremde, auch wehrhafte Tiere anzugreifen bzw. abzuwehren.  

Jagd- und Hetzhunde und Hunde für Wett- und Tierkampfveranstaltungen

Es wurden Hunde gezüchtet, die Tiere jagen und angreifen mußten, so daß der Mensch ihrer habhaft wurde. Im letzten Jahrhundert kam es in England zu Wettveranstaltungen, die Hunde gegen andere Tiere kämpfen ließen. Ratten, Bären, Affen und auch Hunde wurden als Gegner in den Ring gegeben. Hierfür wurden Hunde gezüchtet, die sich auch noch im größten Gefecht von dem Menschen anfassen lassen mußten. Hunde, die Menschen bissen, wurden ausgemerzt. Hier fand sozusagen als Nebenprodukt eine Selektion auf hohe Menschenfreundlichkeit statt.

Kriegshunde in der Antike und Bullenbeißer sowie Fleischerhunde

Gehen wir geschichtlich noch weiter zurück, dann gab es noch die Kriegshunde, die letztlich auch dem Menschen untertan waren. Es wurden Hunde für die Arbeit mit Tieren gezüchtet, die man „Bullenbeißer“ nannte oder die „Fleischerhunde“. Diese Hunde arbeiteten dem Menschen andere Tiere zu, hielten sie fest oder was auch immer. Jedenfalls wurden fast alle Hunde bis auf Treiberhunde, Apportierhunde - von Schoßhunden möchte ich gar nicht sprechen - in irgendeiner Form für den „Kampf“ gezüchtet.

Wonach richtet sich also die Definition „Kampfhund“ heutzutage?

Als Kampfhund könnte man einen Hund bezeichnen, der historisch gesehen in irgendeiner Form gekämpft hat. Aber was haben wir dann? Doch nicht nur die Bullterrier und die anderen, von unseren Verordnungsgebern willkürlich benannten 14 Hunderassen und deren Mischungen!!!

Nein, dann müßte dieser Rassekatalog, der beispielsweise in Bayern und Frankfurt aufgestellt wurde, schleunigst um mindestens 20 Hunderassen und Mischungen ergänzt werden! Und was eben ist mit den Hunden, die bereits Schutzhundtraining absolvierten und keine Prüfung ablegten, weil sie nicht „taugten“? Hunde, die andressiert wurden und man feststellte, daß sie vom Wesen nicht geeignet sind. Sind das keine Hunde, die für ihre menschliche Umwelt gefährlich werden können?

Schutz vor gefährlichen Hunden durch eine Reglementierung von nur 14 Hunderassen überhaupt möglich?

Worum geht es unserem Verordnungs- und Besteuerungsgeber denn nun eigentlich? Um den Schutz des Menschen vor gefährlichen Hunden? Oder um die Begrenzung von Hundenasen, die ihm nicht gefallen?

Will unser Staat uns vor gefährlichen Hunden schützen oder den Mißbrauch von Hunden für kriminelle Zwecke unterbinden? Dann müssen in einer entsprechenden Verordnung doch alle Hunde erfaßbar sein, nicht wahr?

Alle Hunde, die über eine gewisse Größe und Stärke verfügen, können zu „Kampfhunden“ gezüchtet oder dressiert werden! Oder können Sie mir vielleicht sagen, weshalb ein schlecht erzogener, sich Menschen gegenüber aggressiv verhaltender Bernhardiner oder Boxer ungefährlicher sein sollte, als mein wohlerzogener und aus einer sehr guten Zucht stammender Bullterrier?

Nein, es gibt keine Hunderasse oder -mischung der Spezies „Kampfhund“! Ein Hund ist dann ein solcher, wenn er speziell zur gesteigerten Aggressivität gezüchtet wurde oder als Welpe nicht oder unzureichend auf seine Umwelt geprägt wurde oder einer, der speziell aggressiv dressiert wurde!

Ein „Kampfhund“ kann aus jeder Hunderasse oder - mischung kommen!

Menschen, die Hunde mißbrauchen, wechseln einfach die Rasse

Sehen Sie, wenn eine Verordnung oder gar eine Steuergebung nur 14 Hunderassen erfaßt, was ist dann die Folge?

Die Leute, die Hunde mißbrauchen, steigen ganz einfach auf andere Hunderassen und -mischungen um!

Das hätte zur Folge, daß ein stetiger Verwaltungsakt notwendig wäre, um den Rassenkatalog zu erweitern!

Vorverurteilung ist verfassungswidrig

Hier haben wir es mit einem „Till Eulenspiegel-Syndrom“ zu tun! Wie kann man in einer Demokratie solche Vorgehensweise entwickeln, daß Menschen, die nie mit ihren Hunden auffällig wurden, diskriminiert, vorverurteilt und dann noch in eine Massenhaftung einbezogen werden?

Das alles sollten Sie auf jeden Fall wissen, bevor Sie nach Verordnungen schreien, die gewisse Hunde bzw. deren Halter reglementiert! Nur als korrekt informierter Mensch können Sie Dinge korrekt beurteilen!

Meine Geschichte ist noch nicht beendet, denn mein Hund lebt noch! Auch ich bemühe mich, zu leben, ohne vor Empörung über so viel Unrecht einen Herzinfarkt zu bekommen!

Hunde, die im Tierheim nicht mehr gut aufgehoben sind, weil sie „Ladenhüter“ sind - niemand holt sich einen Hund, der politisch reglementiert wird - was geschieht mit ihnen???

Wissen Sie eigentlich, was mit den vielen armseligen Hunden geschieht, die jetzt abgegeben werden? Nicht einmal im Tierheim werden sie gut untergebracht sein, denn: Wer nimmt denn Hunde ab, die solchen Ärger und Verwaltungsakt mit sich bringen? Niemand mehr! Was geschieht dann mit diesen „Ladenhütern“? Einschläfern lassen darf man gesunde Hunde laut Tierschutzgesetz nicht!

Und Tierheime finanzieren sich u. a. durch den Verkauf von Hunden. Also besetzen diese Hunde dort Plätze, die mit vermittelbaren, d. h. verkaufbaren Hunden hätten belegt werden können. Schon heute will niemand diese Hunde aus diesem Grund mehr aufnehmen.

Massentötungsaktionen als letzte Lösung?

Aber können Sie sich wirklich eine Massentötungsaktion von Hunden vorstellen? Bitte achten Sie unbedingt auf dieses Problem, mit dem unsere SOS-Hundehilfe dann auch konfrontiert werden wird!

Die beste Lösung wäre, wir protestierten geschlossen gegen „Kampfhunde“-Verordnungen und auch gegen eine „Kampfhund“-Steuer. Schützen Sie Ihre Mitbürger vor solchen Diskriminierungen!

Fordern wir gemeinsam besseres behördliches und polizeiliches Vorgehen gegen Kriminelle, die Hunde mißbrauchen und gegen Menschen, die ihre Hunde fahrlässig halten und sie somit zu einer Belästigung und Gefährdung ihrer Mitbevölkerung werden lassen!

Dieses ist mit einer Verordnungsgebung wie in Nordrhein-Westfalen möglich!

Fordern wir diese Verordnung für Berlin, wir können sicher sein, daß jeder Halter eines schlecht geführten Hundes belangt werden kann! Notfalls muß er einen Hundeerziehungskurs mit seinem Tier besuchen, was kontrolliert wird!

Fordern wir gemeinsam eine Überwachung von Hundezuchten und Hundehandel. Importverbote von Zuchten, die nicht einer anerkannten Kontrolle unterliegen. Stoppen wir den Commerz mit kranken Hundebabies, deren Herkunft nicht gesichert ist. Denken wir an die Mutterhündinnen, die als Gebärmaschinen dienen und skrupellos ausgebeutet werden! Kaufen wir keine Welpen vom Händler, keine Welpen auf fragwürdigen Märkten - nur dann können wir sicher sein, dieses Elend nicht noch dadurch zu fördern.

Bitte unterstützen Sie uns durch eine Petition!

Herzlichen Dank!

Manuela Schnur