Paula´s neue
Besitzer erzählen...
Sehr
geehrte Frau Zajc,
sehr herzlich möchte ich Ihnen und Ihren
Mitstreitern danken für Ihre ehrenamtliche Arbeit,
Tieren in Not zu helfen.
Vor fünf Monaten brachten Sie mir das weiße Pudelmädchen
Paula, ein völlig verängstigtes Bündel Hund. Heute kann ich
sagen, sie hat sich prächtig entwickelt. Paula ist der Mittelpunkt
der ganzen Familie, und wir sind eine sehr große Familie...
In der ersten Zeit hat sie sich vor lauter Angst in
ihrer Tabu-Ecke verkrochen, wenn Besuch kam. Bei lauten Geräuschen
war unser „Kind“ vor Angst nicht ansprechbar. Heute ist die
Angst noch nicht ganz überwunden, aber doch schon sehr, sehr viel
weniger geworden
Ihre Tabu-Ecke sucht sie überhaupt nicht mehr auf.
Sie weiß genau, sie bellt und wir beißen, wenn Gefahr droht. Sie
weiß auch sehr genau, wer gemeint ist, wenn sie angesprochen wird
mit Paula, Paulinsche, Mäusel, Puppenkind, Schatzel, Spatzenkind
und Hundepuppe.
Im Juli war Paula mit im Bayerischen Wald. Wir haben
auch wunderschöne Urlaubsbilder gemacht vom herrlichen Bayerischen
Wald - dachten wir. Es waren dann aber alles nur Paula-Bilder und
kaum Bayerischer Wald.
Im Urlaub dann große Überraschung - Paula war heiß!!!
Jeden Abend versammelten sich die Dorfrüden unter unserem Balkon
und haben Paula mit Blicken angehimmelt - dagegen waren Romeo und
Julia altersschwache Senioren.
Vor Männern in Arbeitskleidung hat Paula eine
panische Angst. Im Freien geht sie auf Bauarbeiter los wie eine
Furie, in Räumen hat sie Angst vor Männern in blauer
Arbeits-kleidung.
Unser Mäuschen ist auch ein sehr kluges Mädchen.
Sie hat sehr schnell begriffen, was es heißt, „runter gehen, Pfützchen
machen“ und daß man nicht das Beinchen hebt wie ein Rüde,
sondern sich hinsetzt wie ein Mädchen. Sie hat schnell
gelernt, vom Teller zu fressen und nicht jeden Happen in eine Ecke
zu schleppen, oder daß man über Betten, die schön glatt und eben
gemacht wurden, dann drüberfegt
mit Karacho. Macht viel Spaß, weil man dann durch die große
Wohnung wetzt und Mutter hinterher.
Schuhe verschleppt dieser kleine Kobold unheimlich
gern - wahrscheinlich macht es ihr Spaß, wenn immer ein
Familienmitglied durch die Wohnung hinkt und den zweiten Schuh
sucht.
So, liebe Frau Zajc, das war ein kleiner Bericht über
unser Paulinchen, und wir verbleiben mit vielen lieben Grüßen
Ihre Inge O. |