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Stand: 14.11.04    

Themen-Übersicht: 
  Verschiedene Floharten
  Immer weniger Tiere geimpft - Veterinäre: Seuchen drohen
  Schokolade kann tödlich sein
  Homöopathie hilft bei akuten und chronischen Tier-Krankheiten

     


Wenn es juckt: In Berlin sind acht verschiedene Floharten aktiv

Trotz aller Hygiene - Flöhe sind noch nicht ausgestorben, auch nicht in Berlin. Die Abteilung für Schädlingskunde des Berliner Betriebs für zentrale gesundheitliche Aufgaben stellte am Dienstag in Halle (Sachsen-Anhalt) Ergebnisse seines Suchens nach Flöhen in Berlin vor. Demnach wurden insgesamt acht Floharten gefunden, wobei der Katzenfloh am häufigsten auftrat. In Mitteleuropa sind etwa 70 Floharten bekannt, weltweit gibt es 1500 Arten. Namensbezeichnung wie Katzenfloh oder Hundefloh würden allerdings in die Irre führen, sagte Karolin Bauer-Dubau vom Berliner Betrieb für zentrale gesundheitliche Aufgaben bei der Tagung deutscher Insektenkundler in Halle.

Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) kann ohne weiteres Hunde und auch den Menschen befallen, ebenso wie der Menschenfloh (Pulex irritans) nicht nur den Menschen befällt. So seien beim Menschen bisher 40 verschiedene Floharten nachgewiesen worden. In Berlin trat der Katzenfloh mit 64 Prozent aller 414 Flohproben am häufigsten auf. Beim Katzenfloh lag die Ursache des Befalls vor allen Dingen in der Haltung von Hunden und Katzen in der Wohnung, in vielen Fällen auch in der Nachbarwohnung. Nach Spaziergängen oder Gartenbesuchen, selbst im Zentrum von Berlin, könne es zu Belästigungen mit dem Katzenfloh kommen, was auf ein breites Vorkommen in Gesamtberlin hindeutet. Der zweithäufigste Floh sei der Vogelfloh (Ceratophyllus gallinae) mit 22 Prozent. Die Flöhe springen von den Vogelnestern auf die Gärtner oder die Besucher eines Gartens. Auch durch Nester auf dem Balkon oder durch unter dem Dach nistende Vögel können diese Flöhe in die Wohnungen gelangen.

Flöhe sind als Überträger der Pest gut bekannt. Sie sind aber noch für andere Krankheiten verantwortlich, deren Gefährlichkeit nicht unterschätzt werden sollte, zum Beispiel Gehirnhautentzündung oder Flecktyphus. Bauer-Dubau warnte in Halle vor einer Vernachlässigung dieses Hygieneaspektes.

Flohstiche sind unter anderem daran zu erkennen, dass immer mehrere Einstiche erfolgen. Der Floh untersucht eine größere Hautoberfläche und sticht dabei mehrfach in die Haut ein, bevor er endlich anfängt, richtig zu saugen. In einer Familie habe häufig nur eine Person Flohstiche, obwohl alle anderen Familienmitglieder einen ebenso intensiven Kontakt mit dem Hauptträger, in der Regel Hund oder Katze, haben.  dpa

Quelle: http://www.welt.de/data/2003/03/27/59032.html


Immer weniger Tiere geimpft - Veterinäre: Seuchen drohen

Appell des BPT: Vierbeiner vor Infektionskrankheiten schützen

Tierärzte schlagen Alarm: Immer weniger Tierhalter lassen ihre Vierbeiner gegen gefährliche Infektionskrankheiten impfen. Der Bundesverband  Praktischer Tierärzte (BPT) hat auf seinem Jahreskongress im Nürnberger Messezentrum vor den Folgen gewarnt: Seuchen, die nicht nur Omas Lumpi gefährden, sondern ganze Populationen bedrohen können.

Dr. Karlheinz Simon, Präsident des BPT, beobachtet eine "zunehmende Impfmüdigkeit". Für diesen Trend macht er einerseits die Kampagnen von "radikalen Impfgegnern³ verantwortlich, die Veterinären unterstellten, nur aus Profitgier zu Impfungen zu raten. Und andererseits: "Gerade weil gefährliche Infektionen nicht mehr tägliche Erfahrung sind, vergessen viel zu viele Tierhalter, ihre Hunde und Katzen mit Schutzimpfungen versorgen zu lassen", so der BPT.

5000 Hunde verendet

Was passieren kann, wenn nicht mindestens 70 bis 80 Prozent der Tiere einer Population ‹ aller Hunde oder Katzen beispielsweise ‹ immun sind, zeigt ein Fall aus Finnland. Über 5000 Hunde seien dort 1995 an Staupe verendet, weil nicht einmal jeder zweite geimpft war, sagt Prof. Dr. Uwe Truyen von der Uni München. Er appelliert deshalb an alle Tierbesitzer, ihrer Verantwortung nachzukommen und ihren tierischen Freund impfen zu lassen. Denn dann sei nicht nur jedes einzelne Tier geschützt, sondern die ganze Population. Angst vor Nebenwirkungen müssten die Halter nicht haben. "Die sind vernachlässigbar."

Bisher liegt es in der Hand jedes Einzelnen, ob er mit seinem Hund oder seiner Katze zum Tierarzt geht. Denn Vorschriften, wie oft welches Tier geimpft werden muss, gibt es nicht. "Das ist das Hauptproblem", sagt Dr. Karin Rebel, Vertreterin der Pharmaindustrie. Die einzige Ausnahme: Tollwut..

Weil Tollwut auf Menschen übertragbar ist und immer tödlich verläuft, müssen Hunde und Katzen dagegen geimpft werden. Besteht kein Impfschutz, kann schon beim Verdacht auf Ansteckung die Tötung des Tiers angeordnet werden. sto

8.11.2002 0:00 MEZ

Quelle: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=47691&kat=10


Sonnabend, 19. Oktober 2002

Schokolade kann tödlich sein

Der Genuss von Schokolade kann für Hunde und Katzen tödlich sein. Daher sollte die Süßigkeit immer an einem für die Tiere nicht erreichbaren Ort aufbewahrt werden, rät die in Frankfurt erscheinende Zeitschrift «Lebendige Tierwelt». Vor allem Schokolade mit hohem Kakaoanteil sei gefährlich, weil dessen Inhaltsstoff Theobromin Hunden und Katzen schade. Für einen mittelgroßen Hund könne beispielsweise bereits eine Tafel Bitterschokolade zu viel sein. gms

Quelle: http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/ttt/story556297.html


Es geht auch sanft

Homöopathie hilft bei akuten und chronischen Tier-Krankheiten

Von Julia Kaulard

Wohl ein Wunderheiler? Irgend so was Esoterisches . . . Die Vorbehalte sind teilweise recht groß, das merkt Christoph Cramer den Menschen sehr wohl an, die ihr Haustier zum ersten Mal in seine Praxis in Pankow bringen: Dort werden den Patienten homöopathische Behandlungsmethoden angeboten. «Aber wenn die Behandlung dann erst mal schnell und gut gewirkt hat, sind die meisten Leute überzeugt», sagt er. Wie bei der Hauskatze, deren Frauchen peinlich berührt den Tierarzt aufsuchte: Die leicht egozentrische Mieze pinkelte in das Bett der Dame - seitdem sich dort ihr neuer Freund öfter mal nachts niederließ.

«Duftsprays und andere teure Mittel aus der Industrie nutzen nichts», hatten die Besitzer festgestellt. Cramer spritzte der Katze verschiedene homöopathische Medikamente. Und schon hatten Frauchen und deren Freund ihre Ruhe im Bett.

Im Übrigen gebe es kaum eine Krankheit - ob akut oder chronisch - die sich nicht homöopathisch behandeln lasse, ist Cramer überzeugt. Ausnahmen sind natürlich Knochenbrüche und andere chirurgische Probleme. Dennoch gibt es bislang gerade mal eine Hand voll von insgesamt etwa 300 Tierärzten in Berlin, die diese nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode anbieten, schätzt der Arzt. «Während meiner Studienzeit war das Thema an der Uni gar nicht präsent», sagt er. Nur durch Eigeninitiative und Fortbildungen eignete er sich sein Zusatzwissen an. Jetzt aber steige das Interesse an homöopathischer Tierbehandlung stetig an, so die Bundestierärztekammer.

Große Erfolgschancen rechnen sich die insgesamt etwa 320 deutschen homöopathischen Tierärzte bei Krankheitsbildern wie Rheuma, Hautkrankheiten, Altersbeschwerden und Verhaltensstörungen sowie bei Magen-Darmproblemen aus. «Der Vorteil der Homöopathie ist bei der Menschen- wie bei der Tierbehandlung, dass nicht nur die Symptome behandelt werden, sondern die Ursachen einer Krankheit. Dadurch erfolgt die Heilung besonders schnell und langfristig», so Cramer. Für oftmals sensible Haustiere sei zudem die sanfte Behandlung ohne Nebenwirkungen sehr angenehm. Zur «ganzheitlichen» Behandlungsmethode gehört neben der Behandlung mit natürlichen Salben statt Cortison oder ähnlichen Präparaten bei Hautbeschwerden, mit homöopathischen Tropfen statt Antibiotika oder mit Akupunktur gegen Rheumabeschwerden, auch eine Beratung in Sachen allgemeine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. «Rohfleisch und Innereien fressende Tiere sollte man zum Beispiel möglichst nicht mit Büchsenfleisch oder Trockenfutter ernähren», rät Cramer.

In einem gesunden Organismus könnten viele Krankheiten erst gar nicht entstehen. Bei dem kleinen Terrier mit starken Hautproblemen, den sein Herrchen kürzlich in Cramers Praxis brachte, war es schon fast zu spät: «Offene Stellen an Rücken und Kopf, geschwollene Pfoten und entzündete Augen, die Hautkrankheit war bereits sehr weit fort geschritten», erinnert sich der Tierarzt. Denn Herrchen hatte bereits Jahre damit verbracht, von einer Praxis in die nächste zu fahren, ohne dass irgendein Arzt mit seinen schulmedizinischen Behandlungsmethoden langfristig Erfolg gehabt hätte. Cramer behandelte mit pflanzlichen Mitteln und empfahl nach einem ausführlichen Gespräch über die Lebensumstände des Tieres eine Ernährungsumstellung. Die Beschwerden klangen ab - und blieben bis heute aus.

Jeder Tierhalter solle homöopathische Behandlungsmethoden zumindest einmal ausprobieren, rät Cramer. Übrigens nicht nur beim Tier, sondern auch bei sich selbst: So sei er selbst überhaupt zur homöopathischer Medizin gekommen: Während eines Auslandsurlaubs vor fünf Jahren wurde Cramers damals einjähriger Sohn krank und fiebrig. «In der Apotheke konnten wir rezeptfrei nur ein homöopathisches Mittel erhalten. Und das half sofort.»

Verzeichnis Berliner Tierärzte: www.vet-doktor.de

Homöopathisch behandelnde Tierärzte und -heilpraktiker in Berlin:

Christoph Cramer, Hertzstr. 16, Pankow Tel.:   917 16 17

Karin Bischof, Wüllenweber Weg 3, Lichterfelde, Tel.:  833 40 92

Sabine Chodzinski, Emser Str. 130, Neukölln, Tel.:  626 54 13

Thomas Bahlau, Waldseeweg 13, Reinickendorf, Tel.:  40 53 90 07

Regina Stuckert, Räuschestr. 3, Lichtenberg, Tel.:  432 73 52
 

Quelle: http://morgenpost.berlin1.de/archiv2002/021005/ttt/story553221.html